Frontpage

Der Gewöhnliche Efeu (Hedera helix)

Wenn man im September und Oktober an einem besonnten Waldrand entlang spaziert, kann man den „Gewöhnlichen Efeu“ gut hören - wobei, „gewöhnlich“ ist an dieser unterschätzten und als „Baumwürger“ geschmähten Kletterpflanze schon rein gar nichts!
Schon bei den Griechen als göttliche Pflanze verehrt, galt er auch ab dem frühen Christentum bei uns als Symbolpflanze der „treuen Verbundenheit“ und des „ewigen Lebens“, deshalb wird der Efeu auch so gerne in Friedhofsbepflanzungen verwendet. Aber eine morbide Pflanze ist er deshalb gar nicht, ganz im Gegenteil, er brummt vor lauter Leben – und besonders wenn er blüht! Und das mit dem „ewigen Leben“ kann man gut verstehen, schliesslich kann ein Efeu über 400 Jahre alt werden. Im Herbst blühen sonst wenige einheimische Pflanzen und der Efeu geizt auch nicht mit seinen Gaben, immerhin hat er nach Pritschs Buch „Bienenweide“ einen Nektar-und Pollenwert von 3 (von insgesamt 4 Stufen). Dieser wird auch noch offen angeboten, so dass auch kurzrüsselige Insekten ihn gut aufschlecken können. Das erklärt auch das geschäftige Brummen, sobald die unscheinbaren Blüten erscheinen und das Herbstwetter es zulässt. Unsere Honigbienen sind bei dem Festmahl natürlich gut vertreten und tragen den Pollen in schönen gelben Höschen in den Stock. Aber auch die Efeu-Seidenbiene kann man beobachten, die für die Jungenaufzucht übrigens völlig vom Efeupollen abhängig ist und deshalb erst spät im Jahr während dieser Zeit beobachtet werden kann. Diese Wildbiene ist übrigens ein Bodenbrüter und die neuen Vorkommen, die seit 2006 kartiert werden konnten, befinden sich recht oft in den Sandkästen von Kindern! Da sie völlig ungefährlich ist und ihr Nest gegen Menschen nicht verteidigt, können die Kinder sie in aller Ruhe beobachten. Leider wurde dieser einzige einheimische Wurzelkletterer oft als Baumschädling missachtet, aber er gehört definitiv nicht zu den Parasiten, sondern hält sich mit seinen feinen Wurzelhaaren nur an „seinem“ Baum fest ohne ihm Nähstoffe zu rauben.
Ganz im Gegenteil, man hat festgestellt, dass der Wirtsbaum sogar von den Efeublättern profitiert, die im Frühjahr teilweise (ein Blatt hält etwa 3 - 4 Jahre) abgeworfen werden und den Boden verbessern.
Und wenn man ihn entfernt, wie noch leider oft zu sehen in den Wäldern, dann riskiert man höchstens einen Sonnenbrand der nun überschatteten Rinde. Nur bei kleineren Bäumen, wie bei Obst, sollte man ihn nicht klettern lassen, da er für diese zu gross wird.
Apropos Blätter, die sind ebenfalls besonders bei dieser Pflanze: erst 3- bis 5-lappig und eher eckig bei den jungen „Schattentrieben“, findet man bei den besonnten „Lichttrieben“ dann eiförmige Blätter, die ganz anders aussehen. Erst diese Triebe können dann blühen!
Und wer einen grünen Daumen hat, kann von diesen Lichttrieben Setzlinge ziehen. Das ist zwar viel schwieriger, als von den kriechenden Schattentrieben (sie bewurzeln leicht in feuchter Erde) – aber dann hat man einen etwa 1,5m hohen Strauch, der gar nicht mehr klettert, dafür aber schon von Beginn an wunderbar blüht und sich bestens für die Einfassung eines Bienenstandes oder als Zierde eines Gartens eignet.
Auch kletternd ist der Efeu eine Bereicherung um das Haus herum: Es gibt viele verschiedene Sorten und Blattfärbungen und kletternd/kriechend kann der Efeu eine grosse Fläche begrünen (die Wildform klettert gut 20 m empor), ob horizontal oder vertikal.
Für Sparfüchse und Klimaretter gibt der Efeu gratis eine gute Fassadendämmung ab, laut einer neueren Studie fällt die Temperatur an der Fassade mit Efeu nicht unter Null – und Regenschutz gibt es auch noch dazu. Zudem soll er laut Wikipedia sogar die Luft von z.B. Formaldehyd, Benzol und ähnlichen Schadstoffen reinigen ...
Er bietet Lebensraum für viele Tiere und wenn die Beeren von Februar bis April reifen, auch Nahrung für rund 14 Vogelarten! Dies sind alles gute Gründe, den Efeu in den Garten zu holen oder ihn zumindest zu tolerieren und sich dann am fleissigen Gebrumm im immergrünen Blütenmeer zu freuen!

Bartblume (Caryopteris clandonensis)

Die Bartblume ist ein Halbstrauch, der wunderbar in Staudenbeete integriert werden kann und in der Blütezeit Bienen und Hummeln magnetisch anzieht.
Was kein Wunder ist, denn der Nektar-und Pollenwert wird mit jeweils 4 angegeben, dem höchsten erreichbaren Wert (im Buch „Bienenweide“ von Günter Pritsch).
Auch die späte Blütezeit trägt zur Attraktivität bei, da Ende August/September meist anderswo nichts mehr zu holen ist. Gerade für Hummeln sind dann Bartblumen in den Gärten lebenswichtige Tankstellen! Und für den Gartenbesitzer sind es sehr praktische Pflanzen: Einmal eingewachsen, muss es schon sehr lange sehr trocken sein, damit eine Bartblume in Schwierigkeiten kommt!
Und bei der Pflege reicht ein Rückschnitt jährlich völlig aus, aber bitte unbedingt im Frühjahr. Am besten wartet man, bis die Knospen gut sichtbar sind, dann kann man den Blaubart bis zu den letzten treibenden Knospen zurückschneiden – so bleibt er kompakt und buschig.
Die abgeschnittenen Zweige braucht man übrigens nicht entsorgen. Wenn man sie tief in die Erde steckt - sodass nur ein kleines Stück noch herausschaut - treiben die Zweige wieder aus und man hat weitere sortenechte Bartblumen für den Garten oder zum Verschenken!
Was man dem neuen Besitzer ans Herz legen sollte: Bartblumen immer sehr tief setzen, so ist das Herz der Pflanze gut geschützt vor Frost im Boden versteckt. Ist der Standplatz dann noch sonnig und der Boden durchlässig, fühlt sich die Pflanze wohl und blüht zuverlässig.
Inzwischen sind im Handel viele verschiedene Sorten erhältlich, von 0,5m bis 1,5m Endhöhe, von kompakt bis locker, von normalem Laub bis hin zu panaschiertem (das heisst, weiss oder gelb umrandete Blätter, die die Pflanze auch ausserhalb der Blütezeit im Beet schön wirken lassen). Selbst rosa blühende „Blau“bärte gibt es. Eine Pflanze, die sich für den Gärtner und für die Insekten lohnt!

Bartblume (Caryopteris clandenensis)

Für eine Beurteilung und Auslese der Bienenvölker ist eine regelmässige Durchsicht unerlässlich. Diese liefert wichtige Anhaltspunkte zum Gesundheitszustand eines Volkes und ermöglicht ein rechtzeitiges Handeln.

Für eine Beurteilung und Auslese der Bienenvölker ist eine regelmässige Durchsicht unerlässlich. Diese liefert wichtige Anhaltspunkte zum Gesundheitszustand eines Volkes und ermöglicht ein rechtzeitiges Handeln. In Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Jean-Baptiste Moulin hat der BGD zu den drei für die Beurteilung der Völker wichtigen Zeitpunkten Frühling, Sommer und Herbst für Magazine (Dadant) und Schweizerkasten jeweils ein Video produziert. Diese sechs Kurzfilme wurden unter www.bienen.ch/merkblatt aufgeschaltet – in der Rubrik 4. Gute imkerliche Praxis.
Sie veranschaulichen in Bildern den Ablauf von Durchsicht und Einschätzung zu unterschiedlichen Momenten der Volksentwicklung. Zudem werden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt