Erfolgreicher Abschluss des Grundkurses

Nach zwei interessanten und spannenden gemeinsamen Jahren trennen sich nun die Wege der 11 Neuimker, die den Grundkurs des Imkervereins Freiburger Seebezirk besucht haben. Da sich See- und Sensebezirk bei der Durchführung der Grundkurse seit einigen Jahren abwechseln, kamen die Teilnehmer aus einem weiten Umfeld zwischen Chatel-St.-Denis und Tschugg und ebenso weitgestreut waren die beruflichen Hintergründe sowie die Ausmasse der jeweiligen Bienenhaltung. Von keinem einzigen Volk bis über 40 Völker, von „konventionell“ bis „bio“ , von „Bienenneuling“  bis „vom Bienenvirus nachhaltig erwischt“ war alles vertreten.

Unter der bewährten Leitung von Roland Guignard, dem Ehrenpräsidenten unseres Vereins, wurden alle imkerlichen Klippen erfolgreich umschifft, die so üblicherweise am Beginn der Arbeit mit den Bienen auftauchen.

Das doch recht intensive Schwarmjahr 2016 liess manche Teilnehmer seufzen, bei ihnen sehe es aus „wie in einem Flüchtlingslager“ und auch der nachfolgende Winter mit den hohen Verlusten machte vor manchem Teilnehmer nicht halt. Während der Vereinsbienenstand im ersten Kursjahr im Zentrum stand, gingen wir im zweiten Jahr öfters auf Reisen und besuchten zum Beispiel das „Imkerhuus“ mit seiner Wachsverarbeitung in Pieterlen oder die Belegstelle Dent-de-Lys mit Thomas Pfister, dem neuen Betriebsberater  des Vereins.

GK-AbschlussIm Laufe des Grundkurses fanden alle zu einer „gäbigen“ Gruppe zusammen und so wurde der Abschluss sehr herzlich mit einem gemeinsamen Raclette in der Waldhütte Gampelen gefeiert.

Damit der Bildung auch noch an diesem Tage Genüge getan wurde, organisierte Roland vorher noch eine sehr interessante Führung im Zuckerwerk Aarberg.

Obwohl viele Teilnehmer recht genaue Vorstellungen über die Herstellung unseres „Schweizer Zuckers“ hatten, erstaunten vor allem die gewaltigen Dimensionen der Zuckerrübenverarbeitung. Da das Werk unglaubliche 10 000 Tonnen am Tag verarbeitet und während der etwa 3monatigen „Rübenkampagne“ ohne Pause gearbeitet wird, muss für den Sonntag zum Beispiel mit einem riesigen Lager dementsprechend vorgesorgt werden. Trotz strömenden Regens wurde auf dem „langen Weg der Zuckerrüben“ niemandem wirklich kalt, da in der Fabrik teilweise Temperaturen wie in einer Sauna herrschten.

Gut gelaunt ging es – mit dem obligatorischen Päckchen Zucker samt Blechdose versehen - weiter zur Waldhütte, die - angenehm vorgewärmt und kulinarisch von Rolands Frau Therese versorgt - auf uns wartete.
Da das Wetter zunehmend garstig wurde und noch mit starken Windböen auftrumpfte, wurde der Nachmittag schnell zum Abend und - nach örtlicher Verlagerung zu Therese und Roland nach Hause - auch noch zur Nacht.

Nach diesem schönen Abschluss bleibt uns die Vorfreude auf den Zuchtkurs 2018, der einen grossen Teil der ehemaligen Grundkürsler wieder zusammenführen wird.
Margit Siegrist-Köglsperger